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Veröffentlicht am 01.12.2017

Wenn die Kettensäge kommt: seecon Ingenieure „entmieten“ Waschbärhöhle

Da haben unsere Ingenieure von der Fachabteilung Umwelt nicht schlecht gestaunt, als bei einer planmäßigen Fällung einer Linde plötzlich ein nicht vorgesehener Bewohner angetroffen wurde: Ein Waschbär hatte sich so gemütlich in dem hohlen Baum eingerichtet, dass auch das stückweise Absägen seiner Behausung eine ganze Weile ausgesessen wurde.

Das meterweise Abtragen des Baumes ist nötig, um sicherzustellen, dass keine Tiere verletzt werden. Auch wenn Waschbären nicht besonders durch Gesetze oder Verordnungen geschützt sind, wie beispielsweise bestimmte Fledermausarten, wurde dem Tier selbstverständlich die Gelegenheit gegeben, sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe zu begeben. Dafür wurde unten im Baum ein Loch gesägt, aus dem der Kleinbär schließlich verschwand. Eventuell hat er bereits wieder eines der Baumstücke als neues Quartier bezogen, die noch im Park verblieben sind.

Waschbären stehen auf der EU-Liste der invasiven Arten, wurden für die Pelzherstellung aus Amerika nach Deutschland importiert und 1934 in Hessen ausgesetzt. In Deutschland gefährden sie die heimische Fauna, da sie gerne junge Vögel und Vogeleier fressen, aber auch Reptilien und Amphibien, Fische und Krebse geschützter Arten.