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Veröffentlicht am 09.03.2018

5 Fragen an … Rene Werler von Neue Energien

Rene Werler vom Fachbereich Neue Energien hat seit seiner Zertifizierung zum Klimaschutz-Planer bereits 15 Projekte bearbeitet. Wir haben ihn zu seiner Projektarbeit mit dem Klimaschutz-Monitoring-Instrument des Klima-Bündnisses befragt.

 

Rene, du hast auch vor deiner Weiterbildung zum Fachberater Klimaschutz-Planer Bilanzen erstellt und Klimaschutzkonzepte geschrieben. Was genau ist mit der Verwendung des Tools in deiner Arbeit anders geworden?

Die Handhabung des Tools ist intuitiver, die Web-Anwendung ist übersichtlich gestaltet und die Transparenz der Hintergrunddaten hat sich stark verbessert. Der parallel entwickelte neue Bilanzierungsstandard für Kommunen und Landkreise, BISKO, bringt auch eine größere Klarheit und liefert die Grundlage für eine zukünftige bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Kommunen. Bisher gab es immer wieder kleine Abweichungen in der Methodik. Gerade im Sektor Verkehr ist die neue Methodik hier eine Verbesserung. Die Datenerhebung wurde auch durch eine Vielzahl von hinterlegten Daten erleichtert.

 

Welche Vorteile hat die Nutzung des Klimaschutz-Planers für den Fachbereich Neue Energien bzw. unsere Kunden?

Das webbasierte Tool ist sowohl für die Kommune als auch für uns von jedem internetfähigen Arbeitsplatz der Welt verwendbar. Vor allem in größeren Kommunen besteht so die Möglichkeit die Bilanz gemeinsam in Echtzeit zu bearbeiten.

Die Lizenz liegt bei der Kommune, sodass auch eine Fortschreibung in Zukunft unter Zuhilfenahme der bestehenden Daten und Bilanzierungsjahre einfach möglich ist. Dies war bisher nicht immer der Fall, wenn Daten aus alten Konzepten nicht mehr auffindbar waren.

 

Welche Synergien mit anderen Fachbereichen, Partnern oder hauseigenen Entwicklungen siehst du?

Die Entwicklung des Klimaschutz-Planers geht in eine ähnliche Richtung wie der seecon DataHub, der die fortlaufende energetische Bewertung von Kommunalen Gebäuden in kleinen Kommunen mit einer einfach zu bedienenden Web-Anwendung ermöglicht.

 

Wohin sollte sich der Neue-Energien-Fachbereich künftig verstärkt orientieren, was sind die Keynotes für die Zukunft?

Die aktuellen Entwicklungen geben die Zielrichtung bereits vor: Wir können Kommunen als zuverlässiger Partner in verschiedensten Themenfeldern und Phasen zu Verfügung stehen. Begonnen beim gesamtkommunalen Konzept über kleinräumige Quartiersuntersuchungen bis hin zur Detailbetrachtung einzelner Gebäude. Außerdem liegt verstärkt ein Augenmerk darauf, konzeptionell vorgedachte Maßnahmen auch in der tatsächlichen Umsetzung zu begleiten. Denn nur ein umgesetztes neues Heizwerk mit Nahwärmenetz, ein erfolgreich energetische saniertes Gebäude oder tatsächlich genutzte E-Mobilität sparen Energie und Treibhausgasemissionen ein.

 

Wie geht es mit deiner Projektarbeit konkret weiter? Was sind die nächsten Bilanzierungsprojekte?

Derzeit herausragende Projekte sind

  • der Landkreis Potsdam-Mittelmark, bei dem unter anderem 9 Wärmenetze zu berücksichtigen sind
  • die Stadt Annaberg-Buchholz, in der wir als Grundlage für die Bilanzierung des EFRE-Gebiets zunächst eine gesamtstätische Bilanz erstellt haben, um einerseits die besonderen Charakteristika des Quartiers herausstellen und andererseits nicht im Quartier einzeln bilanzierbare Sektoren ableiten zu können.