Aktuell, wissenswert, aufschlussreich

Veröffentlicht am 06.04.2018

seecon referiert über die Herausforderungen im zeitgemäßen Wasserbau

Anfang März fand das 41. Dresdner Wasserbaukolloquium in Dresden statt, bei dem sich rund 400 Teilnehmer über „Wasserbauwerke im Bestand – Sanierung, Umbau, Ersatzneubau und Rückbau“ austauschten. Da dieses Thema auch für unsere Kollegen vom Fachbereich Wasserbau aktueller denn je ist, stellte Bereichsleiter Michael Peukert in seinem Vortrag „Sanierung und Instandsetzung eines Saaledeiches“ die verschiedenen Anforderungen projektbezogen vor.

Hintergrund ist, dass wasserbaulichen Maßnahmen größtenteils an Bestandsbauwerken, z. B. in Form von Hochwasserschadensbeseitigungen oder Anpassung der Deichhöhen an neue Bemessungshochwasser durchgeführt werden. So sind ca. 30 % der Schleusen in Deutschland älter als 100 Jahre und oft nur Einkammerschleusen. Dies stellt eine besondere Herausforderung in der Sanierung dar, da möglichst vermieden werden soll, den Güterverkehr auf den Bundeswasserstraßen durch Sperrzeiten einzuschränken.

Im Rahmen einer Deichsanierung spielen zudem häufig die Anforderungen an den Erdbau, Liegenschaften und Naturschutz die Hauptrolle. Bei dem von seecon vorgestellten Projekt „Saaledeich bei Trabitz“ des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt zeigt sich jedoch, dass auch ein relativ kurzer Deichabschnitt von ca. 750 m eine Vielzahl von örtlichen Randbedingungen und weitere Anforderungen für die Planung und Umsetzung bereithält.

So war das Kolloquium neben einem Treffen mit Auftraggebern und Partnerbüros vor allem auch eine gute Gelegenheit für den wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch, zum Beispiel zu Stauanlagenbüchern und dem Projekt Großer Teich Torgau, welches seecon derzeit bearbeitet.

Bildquelle: TU Dresden