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Veröffentlicht am 15.05.2018

Richtfest bei der ewag kamenz

Der Vorstand der ewag kamenz verkündet die Umsetzung der Energiewende in Kamenz – und wir durften tatkräftig zum Gelingen beitragen.

Ein kurzer Blick in die Historie zeigt, dass der Auftakt dieser erfolgreichen Zusammenarbeit im Mai 2016 mit der Erarbeitung der Sanierungsstrategie erfolgte. Die konkreten Planungsleistungen für den Umbau der ausgedienten Kamenzer Heizwerke hin zu modernen Heizkraftwerken, welche nicht nur Wärme, sondern eben auch ökologisch wertvollen Strom für die Region liefern, wurden bis zum Ende 2017 durch die seecon Ingenieure erbracht (wir berichteten).

Die ewag kamenz versorgt gut die Hälfte der privaten Haushalte im Stadtgebiet der großen Kreisstadt Kamenz mit Fernwärme. Damit lässt sich schnell erfassen, welchen immensen Einfluss die Fernwärme auf die Treibhausbilanz der Stadt hat. So würdigte auch der Kamenzer Oberbürgermeister das Projekt und dessen Nutzen im Sinne einer ökologisch wertvollen und bezahlbaren Kamenzer Fernwärmeversorgung.

Läuft weiterhin alles nach Plan, so gehen Ende des Jahres die ersten beiden Blockheizkraftwerke (BHKW) zu je 1 Megawatt elektrisch in Betrieb. Die zweite Ausbaustufe erfolgt dann Ende 2019, im Rahmen derer zwei weitere BHKW gleicher Leistungsklasse in Betrieb genommen werden. Damit werden zukünftig rund zwei Drittel der Kamenzer Fernwärme klimafreundlich aus Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt!

Und die ewag kamenz geht sogar noch einen Schritt weiter: Um regionale Wertschöpfungskreise aufzubauen – in der Vergangenheit geschah dies durch die Nutzung der heimischen Braunkohle in der Braunkohlestaubfeuerungsanlage – wird am Heizkraftwerksstandort Christian-Weißmantel-Straße ein Pelletkessel (1,25 Megawatt thermisch) in Betrieb gehen. Der hierfür notwendige nachwachsende Brennstoff wird aus der Region bezogen. Zudem finden bereits Gespräche im Rahmen der Klimaschutzkonzeption, die die seecon Ingenieure für die große Kreisstadt Kamenz erstellen, zur energetischen Nutzung des Kommunalwaldes statt. Wir sind zuversichtlich, dass uns das auch noch gelingen wird!

Hier gibt es die offizielle Pressemitteilung der ewag kamenz (PDF). Zudem berichtete die Sächsische Zeitung in ihrem Artikel vom 11.05.2018.

Nachtrag: Neu einen halben Monat später gibt es in der Sächsischen Zeitung einen aktuellen Artikel über den Abtransport des Braunkohleheizkessels in der Christian-Weißmantel-Straße in Kamenz.