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Veröffentlicht am 05.09.2018

Mieterstromprojekt wird Realität

In Borna sind die Installationsarbeiten der ersten Mieterstromanlage der Stadtwerke Borna auf dem Dach eines Wohngebäudes der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) in ihren letzten Zügen (die LVZ berichtete). Damit wird eine Maßnahme aus dem Energetischen Quartierskonzeptes „Am Hochhaus Borna“ für alle sichtbar umgesetzt. Die seecon Ingenieure hatten bereits in dem Konzept für die Große Kreisstadt aus dem Jahr 2014 die Realisierung einer solchen Anlage empfohlen.

Zusammen mit der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), der Gesellschaft für Intelligente Infrastruktur Zwickau mbH (GIIZ) und der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) begleitet seecon die Stadtwerke Borna und die BWS bei der Umsetzung der ursprünglich erarbeiteten Maßnahmen. Den Rahmen liefert das Energetische Sanierungsmanagement entsprechend des Förderprogramms KfW 432. Das Projekt startete bereits im November 2015. Die Themenvielfalt reicht von der Sanierung öffentlicher Beleuchtung über Elektromobilität bis zum Modelleinsatz von Gebäudeautomatisierungstechnologien (Smart Home).

Die Photovoltaikanlage wird eine Gesamtleistung von 40 kWp haben und im Jahr ca. 41 MWh Sonnenstrom liefern können. „Durch die direkte Installation auf einem Wohngebäude und der Einbindung in die Elektroverteilung im Gebäude wird es den Mietern voraussichtlich ab 1. Januar 2019 ermöglicht, den erzeugten Strom bei den Stadtwerken Borna kostengünstiger zu beziehen, da durch den direkten Verbrauch des Sonnenstroms Netznutzungsentgelte entfallen“, erklärt Projektingenieur Ingmar Reichert von den Neuen Energien bei seecon. „So wird auch Mietern eine Teilhabe an den Vorteilen der Energiewende durch einen emissionsfreien und günstigeren Strom ermöglicht.“

Die Beratung im Rahmen des energetischen Sanierungsmanagements durch die seecon Ingenieure ebnete den Weg zur Realisierung diese Projektes. Neben den technischen Fragestellungen standen vor allem die Auswahl eines geeigneten Betreibermodells und der Rollenverteilung zwischen der BWS und den Stadtwerken Borna im Fokus der Arbeiten. seecon unterstütze die Geschäftsführer der beiden kommunalen Unternehmen mit 3-D-Simulationen zur Ertragsermittlung und der detaillierten Berechnung verschiedener Betreibermodelle.

Wir freuen uns, mit unseren Beratungen zur Realisierung des Projektes beigetragen und hier nachweisliche CO2-Minderung bewirkt zu haben.