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Veröffentlicht am 17.04.2019

Wandernde Quartierhilfen für die „Parkstadt Dösen“

Wer in Dösen ganz genau hinschaut, entdeckt sie nun an diversen Fassaden: unauffällige Nistkästen, die jedoch potenzielle Bewohner ganz sicher anlocken. Diese neuen Quartiere sind dringend nötig: Im Rahmen der faunistischen Kartierungen konnten in dem Geltungsbereich des B-Plans 398 zahlreiche Brutstandorte, sowohl von Gebäudebrütern als auch von Baumhöhlen bewohnenden Arten, nachgewiesen werden. Hervorzuheben ist hierbei der Nachweis von 100 genutzten Quartieren des Mauerseglers.

Im Rahmen der Bauarbeiten ist der räumliche Zusammenhang an Fortpflanzungsstätten für die Brutvogelarten während der Brutzeit im Sinne des § 44(5) BNatSchG zu gewährleisten. Um dies zu garantieren, wurde im Rahmen des Artenschutzfachbeitrags das Konzept der wandernden Nistkästen von seecon entwickelt. Es sieht, im Zusammenspiel mit der vorgesehenen Baustaffelung, den Einsatz von versetzbaren Nistkästen vor.

So wurden von unseren Ingenieuren des Fachbereichs Natur & Landschaft in den derzeit baufreien Abschnitten 76 temporäre Nistkästen für gebäudebewohnende Arten (Mauersegler, Hausrotschwanz) angebracht. Weiterhin wurden 43 Nistkästen für Baumhöhlenbrüter (Blau- u. Kohlmeise, Baumläufer, Gartenrotschwanz) im gesamten Geltungsbereich verteilt.

In der brutfreien Zeit können die Quartiere dann versetzt oder aber dauerhaft an den Fassaden installiert werden. Die Maßnahme gewährleistet, dass mindestens die gleiche Anzahl der maximal pro Bauabschnitt beseitigten Nistkästen vorab bereitgestellt wird. Derzeit läuft der erste Bauabschnitt in Dösen, demnächst erfolgen dann wieder Gebäudekontrollen im Rahmen der ökologischen Baubegleitung durch seecon.