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Veröffentlicht am 20.09.2019

Zukunftsstrategie Fernwärmeversorgung für Paunsdorf

Im Zuge des Klimaschutzplanes 2050 der Bundesregierung arbeitet die Stadtwerke Leipzig GmbH kontinuierlich an der nachhaltigen Entwicklung der Leipziger Fernwärmeversorgung. Ziel ist hierbei, das bestehende Fernwärmsystem an die veränderten energiepolitischen und technologischen Anforderungen anzupassen und erneuerbare Energien deutlich stärker in die Fernwärmenetzstrukturen einzubinden. Dieses ambitionierte Vorhaben unterstützen die seecon Ingenieure, indem unser Ingenieurbüro in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken in dafür geeigneten Teilgebieten die Transformation in ein sog. Wärmenetz 4.0 untersucht.

Im Juli 2019 wurden die seecon Ingenieure mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie „Transformation Fernwärme Paunsdorf“ betraut. In ihrem Rahmen werden für das derzeit klassisch mit Fernwärme versorgte Quartier Möglichkeiten zur Reduzierung der Netztemperaturen und dem dezentralen Einbezug erneuerbarer Energien sowie Umwelt- und Abwärme untersucht, Ansätze und Handlungsoptionen erarbeitet.

Hierzu führt seecon in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und der EA Systems Dresden GmbH umfangreiche Untersuchungen in Form von Simulations- und Analysearbeiten durch. Ein Deponiekörper, der u. a. als Lärmschutz für die angrenzende Wohnbebauung dient, soll hinsichtlich seiner Eignung für die Installation von Solarthermie u./o. Photovoltaikanlagen geprüft werden. Auch der Einbezug von Abwärme aus der Kanalisation oder die nördlich gelegenen Gewerbeeinheiten sind Teil der Untersuchung. Ein Saisonalspeicher könnte dabei das Ungleichgewicht von Bedarf und Angebot stabilisieren.

Ende dieses Jahres soll die Konzeptionsphase abgeschlossen sein, um 2020 die für die Realisierung des Projektes notwendigen Schritte einleiten zu können.

Die Studie wird über das BAFA Programm Wärmenetze 4.0 des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. Für die Stadt Leipzig ist dies das zweite Projekt dieser Art, welches durch die Stadtwerke Leipzig initiiert wurde. Auch im Rahmen des Leipziger Stadtentwicklungsprojektes „Eutritzscher Freiladebahnhof“ erfolgte eine ähnliche Studie, die durch das Programm gefördert wurde.