In einem neuen Industriegebiet nahe der Ortschaft Wustermark ist die Errichtung eines Rechenzentrums vorgesehen. Die im Betrieb entstehende Abwärme soll als zentrale Wärmequelle genutzt werden, um die Wärmeversorgung des umliegenden Gewerbe- und Industriegebiets aufzubauen. Ziel ist es, eine effiziente und zukunftsfähige Wärmeversorgung zu realisieren, die vollständig auf erneuerbaren Energien basiert und damit einen wesentlichen Beitrag zur klimaneutralen Entwicklung des Standorts leistet.
Für die Abwärmenutzung wurden die seecon Ingenieure GmbH mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie sowie der anschließenden Planung in den Leistungsphasen 1 und 2 beauftragt. Im Rahmen der Studie wurden die technischen Randbedingungen, die zu erwartenden Wärmemengen sowie die Anforderungen der potenziellen Abnehmer im Plangebiet untersucht und bewertet.
Der Auftragsumfang umfasste die Konzeption eines Heizwerks mit Wärmepumpen zur Temperaturanhebung der Abwärme sowie die Planung der Wärmeverteilung über ein neu zu errichtendes Wärmenetz mit einer Länge von rund 4 km. Neben der Versorgung der Unternehmen im Plangebiet wurde auch die perspektivische Erweiterung des Netzes über das Industriegebiet hinaus berücksichtigt, um langfristig weitere Abnehmer in der Umgebung anbinden zu können.