Im Rahmen eines umfassenden Energieaudits nach DIN EN 16247-1 wurden die betrieblichen Energieflüsse eines kommunalen Energieversorgers in Lauf a. d. Pegnitz analysiert. Der Fokus lag auf dem Verwaltungsgebäude, dem Fuhrpark sowie den technischen Anlagen zur Strom-, Gas- und Wasserversorgung.
Besonders hervorzuheben ist die detaillierte Analyse des Stromverbrauchs, der mit über 80 % den Hauptanteil am Gesamtenergiebedarf ausmacht. Durch die Kombination aus stationären Messungen und Lastganganalysen konnten signifikante Einsparpotenziale identifiziert werden – insbesondere bei der Heizungsunterstützung durch lokal erzeugten Überschussstrom aus Wasserkraft. In einem Szenario mit Wärmepumpe ließen sich bis zu 90 % des Heizbedarfs decken, was eine Reduktion des Primärenergiebedarfs um über 85 % ermöglicht.
Auch der Fuhrpark wurde energetisch durchleuchtet: Die Umstellung eines verbrauchsintensiven Fahrzeugs auf ein Hybridmodell zeigte ein Einsparpotenzial von über 80 % beim Kraftstoffverbrauch und eine CO₂-Reduktion von rund 90 % – bei wirtschaftlicher Amortisation ab ca. 8.000 km Fahrleistung pro Jahr.
Weitere Maßnahmen wie die Modernisierung der Beleuchtung und die Erneuerung der PV-Anlage mit Batteriespeicher wurden hinsichtlich Förderfähigkeit und Wirtschaftlichkeit bewertet. Insgesamt konnten über alle Maßnahmen hinweg jährliche Einsparungen von rund einem Viertel des Gesamtenergieverbrauchs und über 80 t CO₂-Emissionen identifiziert werden.