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KOMMUNALE WÄRMEPLANUNG – STADT DINGELSTÄDT

Thuringia (Germany)

Project description

Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung für die Stadt Dingelstädt wurde durch die seecon Ingenieure ein umfassender Bericht erstellt, der die Grundlagen für eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis 2045 legt. Die Analyse umfasst über 17.000 Gebäude, wobei rund zwei Drittel der untersuchten Bausubstanz auf Nichtwohngebäude entfallen. Der Wärmebedarf wird derzeit überwiegend durch fossile Energieträger gedeckt, insbesondere Erdgas und Heizöl. Die THG-Emissionen des Wärmesektors liegen bei etwa 2,2 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Kopf und Jahr und damit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Die Potenzialanalyse zeigt, dass durch umfassende Gebäudesanierungen rund ein Viertel des Wärmebedarfs eingespart werden könnte. Besonders hohe Einsparpotenziale bestehen in älteren Baublöcken im Kernbereich. Für die zukünftige Wärmeversorgung wurden zentrale und dezentrale Optionen untersucht. Zentrale Lösungen sind vor allem im Stadtkern und angrenzenden Ortschaften sinnvoll, während dezentrale Technologien wie Luftwärmepumpen, Solarenergie auf Dachflächen und Biomasse in den übrigen Bereichen hohe Deckungsanteile ermöglichen.

Die Eignungsprüfung ergab, dass etwa ein Drittel der Baublöcke eine hohe Wärmeflächendichte aufweist und grundsätzlich für Wärmenetze geeignet ist. Gleichzeitig könnten rund 93 % des Raumwärmebedarfs durch Luftwärmepumpen gedeckt werden. Solarenergie auf Dachflächen bietet ein jährliches Ertragspotenzial von über 100 GWh, während Biomasse und Geothermie durch Schutzgebiete und Nutzungskonkurrenzen eingeschränkt sind. Die Wärmeplanung liefert damit eine belastbare Grundlage für strategische Entscheidungen zur klimaneutralen, wirtschaftlichen und versorgungssicheren Wärmeversorgung.

Category
Kommunale Wärmeplanung
Auftraggeber
Stadt Dingelstädt
Period
10/2024 – 12/2025
Leistungsumfang
Ist-Analyse, Potenzialanalyse, Variantenvergleich, Zielszenario, Maßnahmenentwicklung, Umsetzungsstrategie, Controllingkonzept, Kommunikationskonzept, Akteursbeteiligung