Im Auftrag der Stadt Parchim haben die seecon Ingenieure eine kommunale Wärmeplanung gemäß dem neuen Wärmeplanungsgesetz erstellt. Ziel ist eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Die Analyse umfasste rund 17.000 Gebäude, von denen über die Hälfte vor 1949 errichtet wurden. Der Wärmebedarf konzentriert sich auf Wohngebäude, die für knapp die Hälfte der THG-Emissionen verantwortlich sind.
Die Potenzialanalyse zeigt: Der Wärmebedarf kann perspektivisch vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt werden – insbesondere durch oberflächennahe Geothermie, Solarthermie und Umweltwärme. Für zentrale Wärmenetze wurden Fokusgebiete identifiziert, die bis zu 110 GWh/a abdecken könnten. In dezentralen Bereichen bieten Wärmepumpen und Biomasse praktikable Lösungen.
Die THG-Emissionen pro Kopf sollen bis 2045 um über 90 % gesenkt werden. Eine jährliche Sanierungsquote von 1 % und energieeffizientes Bauen tragen zur Reduktion des Wärmebedarfs bei. Beteiligungsverfahren mit Bürgern, Unternehmen und Versorgern sorgten für Transparenz und Akzeptanz.
Die Wärmeplanung liefert eine strategische Grundlage für die kommunale Energiewende – mit klaren Maßnahmen, realistischen Szenarien und einem Fokus auf Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit.