Im Naturpark „Unteres Saaletal“ plante der Salzlandkreis den Neubau von 7 Schwimmsteganlagen entlang der Bundeswasserstraße Saale. Der Salzlandkreis fungiert hierbei als bündelnder Projektpartner für die einzelnen Standorte Könnern, Alsleben, Großwirschleben, Gröna, Bernburg, Nienburg und Calbe. Dieses durch Fördermittel gestützte Projekt bietet Ein- und Mehrtagestouristen Anlegemöglichkeiten, ganz gleich, ob sie mit dem Kanu, Paddel-, Motor- oder Hausboot auf der Saale unterwegs sind.
Je Standort war zusätzlich zur Schwimmsteganlage mit Zugangsbrücke ein Weg in unterschiedlicher Länge vorzusehen, der die Steganlage mit dem vorhandenen Wegenetz verbindet. Die Schwimmsteganlagen waren in Anlehnung an die Richtlinie für die Gestaltung von Wassersportanlagen an Binnenwasserstraßen (RiGeW) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zu planen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Höhe und Steigung des Uferbereiches, unterschiedliche Verhältnisse und Anbindungsmöglichkeiten landwärts) gestalteten sich die Ausbauarbeiten an den einzelnen Standorten unterschiedlich.
Die Planung und Ausführung der Schwimmsteganlagen erfolgte in enger Abstimmung mit den tangierenden Städten und Gemeinden, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg (WSA Magdeburg), der Außenstelle des WSA in Bernburg sowie dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen Anhalt (LHW).
Der Vorhabenbereich befindet sich teilweise innerhalb eines Landschaftsschutzgebietes sowie innerhalb eines FFH-Gebietes. Demzufolge waren neben der wasserbaulichen Planung ein landschaftspflegerischer Begleitplan anzufertigen sowie eine FFH-Verträglichkeitsprüfung durchzuführen.
Aufbauend auf den Genehmigungsunterlagen zur Umweltplanung wurde eine landschaftspflegerische Ausführungsplanung erarbeitet und das Vergabeverfahren begleitet. Die Bauarbeiten wurden im Rahmen der Bauüberwachung und ökologischen Baubegleitung betreut. Die anschließende Begleitung der Fertigstellungs- und Entwicklungspflege erfolgt bis ca. Mai 2028.