Gegenstand der Planung war die Errichtung von acht Ein- und Ausstiegen für Wassersportler in Form von Treppenanlagen. Entlang der Bode, einem Fließgewässer I. Ordnung, wurde dieses durch Fördermittel gebundene Vorhaben an den Standorten Etgersleben, Wolmirsleben, Unseburg, Löderburg, Staßfurt, Hohenerxleben, Löbnitz (Bode) und Nienburg (Saale) baulich umgesetzt. Die Treppenanlagen wurden in Beton und in Anlehnung an die Richtlinie für die Gestaltung von Wassersportanlagen an Binnenwasserstraßen (RiGeW) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geplant.
Die Bootsanleger wurden an allen Standorten mit zwei parallel nebeneinander angeordneten Treppen ausgeführt, die baugleich spiegelverkehrt geplant sind. Ihre Breite beträgt jeweils 2,50 m. Zueinander haben die Treppen einen lichten Abstand von 1,0 m. Damit lassen sich kleinere bis mittelgroße Kanus (Kajak, Canadier) parallel zum Gewässer zu zweit in das Wasser einsetzen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Höhe und Steigung des Uferbereiches) gestalteten sich die Ausbauarbeiten an den einzelnen Standorten unterschiedlich. Für die Wasserhaltung und Gründung der Treppenbauwerke wurden abhängig von den jeweiligen Baugrundverhältnissen Spundwände und Brunnengründungen vorgesehen. Am Standort Staßfurt wurde zusätzlich eine Zuwegung über die bestehende Deichanlage geplant.
Der Vorhabenbereich befindet sich innerhalb zweier Landschaftsschutzgebiete sowie teilweise innerhalb eines FFH-Gebietes. Demzufolge waren neben der wasserbaulichen Planung ein landschaftspflegerischer Begleitplan und ein Artenschutzfachbeitrag anzufertigen sowie eine FFH-Verträglichkeitsprüfung durchzuführen.
Aufbauend auf den Genehmigungsunterlagen zur Umweltplanung wurde eine landschaftspflegerische Ausführungsplanung erarbeitet und das Vergabeverfahren begleitet. Die Bauarbeiten wurden im Rahmen der Bauüberwachung und ökologischen Baubegleitung betreut. Die anschließende Begleitung der Fertigstellungs- und Entwicklungspflege erfolgt bis ca. März 2028.