Mit einer Größe von ca. 35 ha und der zentralen Lage im Herzen Leipzigs ist das Areal des ehem. Preußischen Freiladebahnhofes an der Delitzscher Straße stadtentwicklungspolitisch von hoher Relevanz und gleichzeitig das größte innerstädtische Bauvorhaben dieser Art in Deutschland.
Das Areal ist derzeit überwiegend gewerblich geprägt; der innere Teil liegt weitgehend brach. Ziel der Revitalisierung ist die Schaffung eines zukunftsweisenden, lebendigen und urban gemischten Stadtquartiers mit eigenständiger städtebaulicher Identität.
Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung des Bebauungsplans wurde der artenschutzrechtliche Fachbeitrag sowie eine Eingriffs-Ausgleichsbilanzierung erstellt.
Die Herausforderungen aus artenschutzrechtlicher Sicht bestehen insbesondere im Umgang mit einer Vielzahl gebäude- und gehölzbewohnender Arten (Brutvögel und Fledermäuse) sowie mit offenen Brachflächen besiedelnden Arten wie der Zauneidechse.
Im Rahmen der ökologischen Baubegleitung wurden über einen Zeitraum von 6 Jahren vollständige Flächenberäumungen begleitet. Diese umfasste den Abriss der Bestandsgebäude, Gehölzentfernungen sowie die Altlasten- und Kampfmittelbeseitigung.
Weitere Leistungen der ökologischen Baubegleitung waren die Koordination der Zauneidechsenumsiedlung auf dem gesamten Areal sowie die Entwicklung von Kompensationskonzepten wie bspw. einer 2 ha großen Kompensationsfläche für Neuntöter und Zauneidechsen.